Wichtigste Ergebnisse (2024): Bis 2024 erklärten 57,8 % der Haushalte im Kosovo (Ja/Nein), dass sie finanziell in der Lage seien, alle zwei Tage teure Proteine wie Fleisch, Huhn oder Fisch zu konsumieren. 42,2 % des Marktes können diesen Standard nicht erfüllen
.
Veränderung von Jahr zu Jahr: Es gibt einen schwankenden, aber starken Aufwärtstrend bei der Lebensmittelkaufkraft der Verbraucher. Während die Quote derjenigen, die sich diese Ausgaben leisten konnten, im Jahr 2018 bei 38,7 % lag
, stieg im Jahr 2021 mit der wirtschaftlichen Erholung nach der Pandemie auf 57,0 %
sank auf 49,2 % im Jahr 2022, wenn die globale Nahrungsmittelinflation zu spüren ist
und erreichte im Jahr 2023 mit 63,5 % seinen Höhepunkt
. Die Rate von 57,8 % im Jahr 2024 zeigt, dass der Markt Inflationsschocks überwunden und einen stabilen Proteinkonsumstandard erreicht hat
.
Anlegerkommentar: Dieser starke Anstieg des regelmäßigen Konsums relativ teurer Lebensmittelprodukte wie Fleisch und Fisch deutet darauf hin, dass der durchschnittliche Warenkorb des Verbrauchers schnell wächst. Für Lebensmitteleinzelhändler ist die „Warenkorbmenge“ der Schlüssel zur Rentabilität. Die Tatsache, dass 57,8 % der Bevölkerung erstklassige Lebensmittel kaufen können, beweist, dass sich der Wettbewerb im Supermarkt- und FMCG-Sektor (Fast Moving Consumer Goods) im Kosovo eher auf „Vielfalt und Qualität“ als auf den Preis verlagert hat. (Achtung: Diese Daten allein reichen für die Investitionsentscheidung nicht aus; sie sollten zusammen mit Lebensmittelimportsteuern, lokalen Fleischproduktionskapazitäten und Lebensmittelinflationsraten ausgewertet werden).
Diese Verbesserung der Ernährungsstandards für Haushalte bietet die folgenden Marktchancen für Einzelhandels- und Lebensmittelinvestitionen:
Supermärkte und organisierter Einzelhandel: Der Übergang vom traditionellen „Lebensmittelgeschäft“-Modell zu modernen Supermarktketten mit großen Frischfleisch-/Fisch-/Feinkostabteilungen beschleunigt sich. Für ausländische Lebensmittelketten oder FMCG-Händler verfügt der Kosovo-Markt über einen treuen Kundenstamm mit zunehmender Kaufkraft.
Investitionen in Kühlkette und Logistik: Der zunehmende Fleisch- und Fischkonsum macht es erforderlich, diese Produkte sicher zu importieren, zu lagern und an die Märkte zu liefern. Im Kosovo besteht eine sehr profitable Betriebslücke für industrielle Kühllager und Kühllogistikflotten (B2B-Investitionen).
Gastronomie und Restaurantsektor: Die Möglichkeit der Haushalte, Fleisch zu Hause zu konsumieren, nährt direkt die Kultur des Essens und Trinkens (HORECA). Steakhäuser, Hühnchen-/Burger-Restaurantketten und Investitionen in die Qualitätsgastronomie finden auf dem kosovarischen Markt eine starke Verbraucherresonanz.