Arbeitskräfte im kosovarischen Agrarsektor: Alters- und Beschäftigungsanalyse
Die Landwirtschaft bleibt einer der Lebensnerven der kosovarischen Wirtschaft. Die landwirtschaftliche Kapazität eines Landes nur anhand der Landgröße oder der Anzahl der Traktoren zu messen, ist jedoch ein unvollständiger Ansatz. Die Nachhaltigkeit der Produktion hängt direkt von der Dynamik der „menschlichen Ressourcen“ ab, die dieses Land bewirtschaften. Für Unternehmen, die „in die Landwirtschaft im Kosovo investieren“ oder Technologie auf diesem Markt verkaufen möchten, ist es von entscheidender Bedeutung, die Struktur der landwirtschaftlichen Arbeitskräfte im Land zu verstehen.
In diesem Leitfaden analysieren wir den Stand der Unternehmensbeschäftigung in der kosovarischen Landwirtschaft und wie die alternde Bauernbevölkerung einen neuen Technologiemarkt für ausländische Investoren schafft, indem wir Daten über landwirtschaftliche Arbeitskräfte und die Altersverteilung der Haushalte des Kosovo Statistical Agency (ASK) untersuchen.
Familiäre Arbeitskräfte und geringe Vollzeitproduktivität
Der Agrarsektor des Kosovo verfügt über eine zahlenmäßig große Humanressource. Laut ASK-Angaben sind insgesamt 362.700 Menschen körperlich in der Landwirtschaft tätig.
. Davon sind 130.436 Unternehmer/Landbesitzer und 159.101 Familienangehörige dieser Eigentümer, die unbezahlt arbeiten.
.
Betrachtet man jedoch die Produktivität dieses riesigen Arbeitskräftepools, ergibt sich ein verblüffendes Bild. Das als „Annual Work Unit“ (AWU) berechnete Vollzeitäquivalent beträgt nach europäischen Maßstäben nur 86.620 AWU für 362.700 Personen.
. Diese Situation beweist, dass Hunderttausende Menschen, die im Kosovo in der Landwirtschaft tätig sind, tatsächlich nicht Vollzeit auf den Feldern arbeiten, sondern ein großer Teil der Arbeitskräfte „Teilzeit“ oder „Saisonarbeiter“ sind.
Obwohl es 68.035 Saisonarbeiter pro Jahr gibt, die nur während der Ernte- oder Pflanzzeit auf dem Feld sind, beträgt der Vollzeit-Jahresarbeitsbeitrag dieser Gruppe weiterhin nur 2.292
. Diese Daten zeigen, dass es für Investoren, die „ein Unternehmen im Kosovo gründen“ und sich in der professionellen Landwirtschaft engagieren möchten, vor Ort zahlreiche flexible (und möglicherweise kostengünstige) Lohnarbeiter gibt.
Die große Lücke in der Unternehmensbeschäftigung
Betrachtet man die institutionelle Landkarte des Sektors, fällt ein großes B2B-Investitionspotenzial auf. Im Gegensatz zu Hunderttausenden Menschen, die in der Landwirtschaft tätig sind, beträgt die Zahl der regelmäßig (entgeltlich) beschäftigten Personen in juristischen Personen im gesamten Kosovo nur 2.436.
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Die Tatsache, dass die Beschäftigungsquote der Agrarkonzerne im Kosovo weiterhin unter 1 % liegt, zeigt, dass der Markt für industrielle Agrarinvestoren völlig unberührt ist und die Konkurrenz zwischen kleinen Familienbetrieben und nicht zwischen riesigen Betrieben stattfindet. Ein in den Kosovo eintretendes Unternehmen aus der „Vertragslandwirtschaft“ oder „Lebensmittelverarbeitung“ kann mit modernen HR- (Humanressourcen) und Beschäftigungsrichtlinien in kürzester Zeit zur Branchenführerschaft aufsteigen. (Für Unternehmensprozesse und rechtliche Infrastruktur können Sie sich unsere Dienstleistungen „Firmengründung im Kosovo“ und „Aufenthaltsgenehmigung im Kosovo“ ansehen.)
Die landwirtschaftliche Bevölkerung wird älter: Der Bedarf an AgriTech
Der wichtigste Datensatz, der Investitionsstrategien bestimmt, ist die Altersdemografie der Landwirte. Die Altersgruppen von 130.436 einzelnen landwirtschaftlichen Unternehmern im Kosovo sind wie folgt:
Landwirte ab 55 Jahren: 52.659 Personen (40,4 %)
Mehr als 40 % der Unternehmer (Entscheidungsträger) sind 55 Jahre oder älter (und sogar mehr als 23.000 sind über 65 Jahre alt)
Dies zeigt, dass die Landwirtschaft des Kosovo in den nächsten zehn Jahren einen gewaltigen Generationswechsel erleben wird. Die Ausrichtung der jungen Bevölkerung auf den Dienstleistungssektor statt auf den ländlichen Raum wird das Ende der traditionellen, auf physischer Arbeitskraft basierenden Landwirtschaft herbeiführen.
Welche Chancen gibt es für Investoren?
Die Alterung der Erwerbsbevölkerung und die geringe Zahl vollzeitbeschäftigter Berufstätiger sind für visionäre Anleger eine Chance und keine Krise. (Diese Interpretation ist die analytische Auswertung, die aus den hochgeladenen ASK-Daten extrahiert wurde).
Autonome Landwirtschaft und Mechanisierung (AgriTech): Um die Arbeitskräftelücke zu schließen, ist der Verkauf/die Installation von intelligenten Traktoren, Drohnenspritzen, automatischen Erntemaschinen und hydroponischen (erdlosen) Gewächshaussystemen der dringendste Bedarf des Kosovo.
Vertragslandwirtschaftsmodell: Wenn alternde Landwirte nicht mehr in der Lage sind, ihr Land zu bewirtschaften, können „Vertragslandwirtschaftsunternehmen“, die diese Flächen langfristig pachten oder ihnen Saatgut/Dünger zur Verfügung stellen und die Ernte mit einer Garantie kaufen, enorme Gewinne erzielen.
Die Arbeitskräftedynamik auf dem kosovarischen Agrarmarkt beweist, dass die traditionelle Landwirtschaft allmählich obsolet wird und durch eine technologiebasierte Unternehmenslandwirtschaft ersetzt wird. Unternehmen, die Technologie und Unternehmensvision auf den Markt bringen, werden hohe Gewinne erzielen.


