Durch die Expansion im Bau-, Automobil- und Infrastruktursektor im Kosovo entsteht ein riesiger industrieller „Altmetall“-Pool. Während die Rohstoffversorgung einer der größten Kostenfaktoren bei Investitionen in die Schwerindustrie ist, rückt die unendliche Recyclingfähigkeit von Metall den Sektor in den Mittelpunkt des Modells der „Kreislaufwirtschaft“. Die vom Kosovo Statistical Agency (ASK) vorgelegten Recyclingdaten zeigen, dass der Kosovo-Markt ein schnell wachsender und profitabler Markt für die Verarbeitung und Umwandlung von Metallschrott in Sekundärrohstoffe ist, aber noch nicht seine volle Kapazität erreicht hat.
5-Jahres-Wachstumstrend beim Altmetallrecycling Die ASK-Abfallverarbeitungsstatistiken belegen, dass der Metallrecyclingsektor in den letzten Jahren einen stetigen Anstieg verzeichnet hat. Die Menge des von Anlagen im Kosovo recycelten Altmetalls betrug im Jahr 2019 2.479 Tonnen. Nach der periodischen Abschwächung im Jahr 2020 beschleunigte sich der Sektor rasch und erreichte im Jahr 2023 4.646 Tonnen und im Jahr 2024 einen historischen Höchststand von 6.503 Tonnen. Diese Wachstumsrate von 162 % in 5 Jahren zeigt, dass sich die Schrottsammellogistik verbessert hat und die Nachfrage der lokalen Industrie nach recyceltem Metall gestiegen ist.
Historische Kapazität und Metallabfallpool (Referenz 2016) Während das aktuelle Recyclingvolumen von 6.503 Tonnen beeindruckend ist, verbirgt sich in den historischen Daten, dass die tatsächliche Altmetallkapazität des Kosovo weit darüber hinausgeht. Laut der Eingangsstatistik der Entsorgungsunternehmen für 2016 belief sich die Menge des landesweit gesammelten und verwalteten Eisen- und Nichteisenschrotts auf bis zu 44.841 Tonnen. Diese volumetrische Lücke weist darauf hin, dass Tausende Tonnen Edelmetallschrott immer noch nicht in vollständig integrierte Schmelz- oder Verarbeitungsanlagen gebracht werden können und höchstwahrscheinlich als Rohschrott gelagert oder exportiert werden (oder im nicht registrierten Sektor verbleiben).
(Kosovo Investment Editorial Comment:) Dieser rasante Anstieg der Metallschrott-Recyclingquoten und die enorme Rohstofflücke auf dem Markt sind eine strategische Chance für internationale Schwerindustrie- und Gießereiinvestoren. Es können Anlagen errichtet werden, um im Kosovo gesammelten Eisen-, Kupfer- oder Aluminiumschrott vom Inlandsmarkt zu Kosten zu liefern, die deutlich unter dem europäischen Durchschnitt liegen, und um Halbzeuge (Barren, Bewehrungsstäbe, Knüppel) herzustellen. Da die Herstellung von Metall aus Schrott außerdem viel weniger Energie erfordert als die Herstellung aus Erz (Bergbau), verringert sich dadurch der CO2-Fußabdruck (ESG-Score) Ihres Projekts erheblich und erleichtert die Einhaltung der Quoten des European Green Deal (CBAM). Daten allein reichen nicht aus, um eine Investitionsentscheidung zu treffen; Lizenzen für die Verarbeitung gefährlicher/ungefährlicher Abfälle, Anforderungen an UVP-Berichte und Zollausfuhrquoten sollten ebenfalls einer rechtlichen Prüfung unterzogen werden.
Es können Anlagen errichtet werden, um im Kosovo gesammelten Eisen-, Kupfer- oder Aluminiumschrott vom Inlandsmarkt zu Kosten zu liefern, die deutlich unter dem europäischen Durchschnitt liegen, und um Halbzeuge (Barren, Bewehrungsstäbe, Knüppel) herzustellen. Da die Herstellung von Metall aus Schrott außerdem viel weniger Energie erfordert als die Herstellung aus Erz (Bergbau), verringert sich dadurch der CO2-Fußabdruck (ESG-Score) Ihres Projekts erheblich und erleichtert die Einhaltung der Quoten des European Green Deal (CBAM). Daten allein reichen nicht aus, um eine Investitionsentscheidung zu treffen. Lizenzen für die Verarbeitung gefährlicher/ungefährlicher Abfälle, Anforderungen an UVP-Berichte und Zollausfuhrquoten sollten ebenfalls einer rechtlichen Prüfung unterzogen werden.
